Prinz Pi Konzert

Das Konzert von Friedrich Kautz, vielleicht besser bekannt als Prinz Pi war wohl eines der schönsten, die ich bisher erleben durfte. Zu Weihnachten bekam ich Karten von meinem Freund geschenkt, seitdem konnte ich das Konzert am 09. März kaum noch erwarten. Das aktuelle Album „Nichts war umsonst“ stellte ich euch bereits in einem früheren Beitrag vor. Gemeinsam mit ein paar Freunden reihten wir uns relativ früh in die Schlange des Capitols ein, zwei Stunden vor Einlass. Der Einlass an sich war sehr entspannt, wie immer beim Capitol. Wir gehörten zu den ersten und ergatterten einen Platz in der zweiten Reihe mit perfekter Sicht auf die Bühne.

Fotocredit: Leonie Lichtenstein

Ich bin generell kein großer Fan von Vor-Acts. Nicht wegen der Bands und Künstler an sich, sondern, weil mir das meistens einfach zu viel Energie raubt und ich die Band in Wirklichkeit gar nicht sehen möchte. Diesmal lief das ganz anders. Zunächst war ich skeptisch, als auf der Bühne das Logo zu sehen war und „Brkn“ darauf stand. Ich dachte, jetzt käme irgendwelcher Depri-Rap von einem Künstler, der sich Broken nennt. Falsch gedacht, denn auf die Bühne trat kurz darauf Berkan, ein wirklich cooler und lustiger Typ. Berkan kann alles – Singen, Saxophon und Klavier spielen, das Publikum bestens unterhalten und dazu auch noch tanzen. Sein Gesang erinnerte mich etwas an Teesy, den ich mag, doch Brkn gefällt mir besser. Songs wie Bordeaux und Auto sollte jeder von euch unbedingt mal anhören. Im November geht Berkan auf Tour und kommt auch in Hannover vorbei, ich freue mich riesig darauf. Noch nie hat mich ein Vor-Act so glücklich gemacht.

Mit Sandstrand als Intro begann dann kurz darauf das Prinz Pi-Konzert. Für mich war es ein krasser Moment, als er dort tatsächlich auf der Bühne stand. Es überkommt mich immer wieder eine Gänsehaut, wenn ich Menschen auf Bildern und in Videos oft sah und sie dann das erste Mal „live“ erlebe. Er performte Songs vom aktuellen Album, aber auch einige von „Kompass ohne Norden“, „Rebell ohne Grund“ und noch älteren Alben. Auch der Song Elfenbeinturm war dabei. „Wer meine Musik schon lange hört, wird jetzt sagen, Elfenbeinturm ist nicht alt. Der Song ist tatsächlich schon neun Jahre alt!“, erinnerte Prinz Pi seine Fans. Kaum zu glauben, doch 2017 veröffentlichte er das Album „10 Jahre Prinz Pi“ mit vielen älteren Songs zu seinem 10-jährigen Jubiläum.

Natürlich durften auch die emotionalen Gänsehaut-Songs nicht fehlen. Bei Laura erlebten die Fans einen gemeinsamen traurigen Moment, ich glaube, jeder einzelne Mensch im Capitol hatte Tränen in den Augen oder ließ sie fließen. Mir stellt sich immer wieder die Frage, ob Laura dort oben wohl mitbekommt, dass ganze Konzerthallen um sie weinen. Gefolgt darauf, performte er das Lied Für immer und immer zu Ehren seiner bereits verstorbenen Freunde.

„Wissen, wer die Freunde sind und wer die Feinde sind
Wissen vor allem, dass wir niemals alleine sind
Wie die Welt sich dreht, macht einen manchmal schwindelig
Bei allem, was passiert und wer weiß schon, was dahinter ist?
Alles ändert sich, Richtung ist falsch
Die alte Warnung ist noch nicht ma‘ verhallt
Wenig, worauf man zählen kann und darum halt‘ ich jeden Mann
Der es wert ist, in mei’m Kreis für ein Leben lang
Ich weiß, dass grade die Besten gehen ohne Grund
Ich höre jede Nacht im Flur noch meinen toten Hund
Und wenn das Abendlicht in dieser Farbe ist
Dann seh‘ ich auf meinen Arm an die Stelle, wo dein Name ist“

Prinz Pi – Für immer und immer

 

Mit den letzten vier Songs lockerte der Künstler die Stimmung seiner Fans wieder auf. Zu Generation Porno wurde fleißig getanzt, Keine Liebe so laut es ging mitgeschrien und bei Hellrot sah man Berkan gemeinsam mit Prinz Pi auf der Bühne singen. Dann kam der letzte Song: Gib dem Affen Zucker. Noch nie habe ich nüchtern so krass getanzt.

Letztendlich gibt es nicht mehr viel zu sagen. Getanzt, gelacht, geweint – Das Konzert war der Hammer, sodass ich den Auftritt von Prinz Pi beim Hurricane Festival nun kaum erwarten kann.

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