MS Dockville 2018

Das letzte Wochenende verbrachte ich gemeinsam mit meinem Freund auf dem MS Dockville. Dieses zauberhafte, vergleichsweise eher kleine Festival, findet in Hamburg-Wilhelmsburg statt und geht über vier Tage.

Unter den 25.000 Besuchern gibt es zahlreiche Tagesbesucher, allerdings nutzen auch viele, wie zum Beispiel wir, den Campingplatz. Der Platz lässt sich in zwei Teile aufteilen: Die Wiese und das Waldstück. Das Waldstück ist wunderschön, bietet Schatten und sorgt dafür, dass man nicht früh morgens von der Sonne und brütender Hitze im Zelt geweckt wird. Allerdings erweisen sich die Plätze dort als überaus beliebt, weshalb Camping mit einer größeren Gruppe dort kompliziert wird. Unsere Gruppe, die ich durch einen Zufall via Facebook fand, bestand aus circa 12 Leuten, weshalb wir uns direkt für die Wiese entschieden. Außerdem unbedingt bei der Anreise zu beachten sind die fehlenden Parkplätze. Alle Besucher müssen, ganz nachhaltig, Zug oder Bus fahren (mit Sackkarre Zug fahren ist weniger cool, für euch getestet).

Das Gelände zeigt, wie viel Mühe sich die Veranstalter, Mitarbeiter und Künstler damit gegeben haben. Es ist bis ins kleinste Detail wunderschön, man findet viele Kunstwerke und kann sogar an einem Rundgang teilnehmen, bei dem etwas darüber erzählt wird. Rein optisch unterteile ich das Festivalgelände ebenfalls in zwei Teile, da die drei größeren Bühnen (Großschot, Vorschot, Maschinenraum) weiter hinten liegen und die Bühnen im Bereich davor eher als Tanzflächen zu bezeichnen sind. Von diesen kleinen Bühnen gibt es ziemlich viele (Butterland, Nest, Tiefland, Easykisi, 40FT Disko, Tentakel, YWCC), was die Orientierung teilweise etwas schwierig erscheinen lässt. Manche der Bühnen sind eher versteckt, man muss kleine Wege entlang gehen, um sie zu finden. Diese kleinen Zwischenwege eignen sich allerdings hervorragend für eine Erkundungstour, da man ständig etwas neues dabei entdeckt. Liebevoll hergerichtete Plätze zum Entspannen findet man dabei häufig. Beispielsweise sitzt man dann auf dem Anhänger eines umgebauten Trucks, oder in einem Riesenflamingo aus Holz mit einer Discokugel als Schnabel.

Musikalisch bietet das Dockville großteils Elektro, HipHop und ein paar Indie-Bands dazwischen. Allgemein alternativ gehaltene Klänge abseits des Mainstreams. Auch einige ruhige Konzerte befanden sich darunter. Bonobo, alt-j, Nick Murphy (Chet Faker), die Leoniden, Mavi Phoenix, Everything Everything, Chefboss und The Blaze standen unter anderem auf unserem Zeitplan. Darunter war alt-j mein Highlight, ich höre und liebe die Band schon seit einer Weile und sie live zu sehen war für mich unbeschreiblich schön. Der späte Abend eignet sich dann dazu, die kleineren Bühnen zu entdecken, da dort verschiedene DJs auflegen. Bis circa 7:00 Uhr morgens hat man Zeit zum Feiern. Außerdem gibt es ein riesiges Zirkuszelt, wo die Besucher zu 80er/90er Musik tanzen.

Die Menschen beim Dockville wirkten alle sehr individuell. Ökos, Hipster, LGBT-Leute, Druffis, Künstler und und und. Fast alle tragen richtig coole, alternativ aussehende Kleidung, von schönen Kleidern bis Goahosen. Leute mit Bandshirt und Jeans sah man weniger bis gar nicht. Auch die Verkaufsstände bieten Kleidung und Accessoires dieser Form. Dabei wird vor allem auf Fairness und Nachhaltigkeit geachtet. Viele kleine Labels befinden sich darunter und bieten ihre, oft selbstgemachten, Kleidungsstücke an.

Mein Fazit: Für Liebhaber elektronischer und alternativer Musik, zauberhafter Atmosphäre und Kunst ein Muss! Ich bin sehr froh, das Festival miterlebt zu haben. Vorher kannte ich es nur von Fotos und Videos, die niemals festhalten können, wie schön es dort tatsächlich ist.

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