Rückblick | Loyle Carner in Berlin

Loyle Carner, eigentlich Benjamin Coyle-Larner, spielte am Donnerstag im ausverkauften Astra Kulturhaus Berlins. Der sympathische Londoner Rapper schaffte es, den gesamten Saal mit Energie zu füllen und seine Fans mitzureißen. Auch wir waren dabei.

Die Vorband hat bereits gespielt, die Menge wartet. Wenige Minuten vor 21:00 Uhr geht im gesamten Konzertsaal das Licht aus. Die Fans stehen im Dunkeln, während ein mehrere Minuten langes Intro läuft. Und da ist er: Loyle Carner betritt die Bühne unter tosendem Applaus.

Performance voller Energie

Benjamin rappt seine Zeilen, die Parts der Kollaborationen werden durch Playback und die lautstark singende Menge ersetzt. Der Raum sprüht vor Energie. Ein ziemlicher Gegensatz zu den Songinhalten, die meist eher traurig gestimmt sind. Sein bester Freund und DJ Rebel Kleff steht mit Benjamin auf der Bühne. „You Don’t Know“ performen die beiden gemeinsam.

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Ben in seinem Element

Insiderwissen für die Fans

Die Crowd wird immer wieder zum Pogen aufgefordert, wodurch die Stimmung zu keinem Zeitpunkt nachlässt. Sie jubeln und kreischen – Loyle Carner scheint eine solche Begeisterung nicht gewöhnt zu sein. Zwischendurch betont er immer wieder, dass er Berlin sehr möge und, dass diese Konzertmenge die krasseste während seiner bisherigen Tour sei. Einem Mädchen das stets lächelt und tanzt wirft er seinen Schal zu. „Sometime it’s hard standing on a stage. People like you make me feel more comfortable“, sagt er zu ihr.

Auch von seiner Mutter Jean Coyle-Larner erzählt er der Menge. Wer Songs wie „Dear Jean“ kennt, weiß, wie viel sie ihm bedeutet. Er wuchs ohne Vater auf und seine Mutter half ihm durch viele Krisen in seinem Leben. Solche und weitere ernste Stories gibt es zwischen den Liedern zu hören. Außerdem rappt Loyle Carner bei einigen Songs weiter, obwohl sie bereits vorbei sind – Er fügt neue Strophen hinzu. „Loose Ends“ wird beispielsweise um einige Zeilen verlängert.

Encore

Nachdem der Musiker die Bühne verlässt, dauert es eine Weile, bis „Zugabe“ gerufen wird. Nicht, weil die Menge keine Zugabe möchte, sondern, weil sie noch nicht mit Jubeln, Kreischen und Applaus fertig sind. Ebenso lässt sich Loyle Carner Zeit, der Menge das zu geben, was sie will. Endlich: Er tritt für einen letzten Song zurück auf die Bühne. „NO CD“ performt er gemeinsam mit Rebel Kleff. Die Fans schreien die Texte mit und werfen noch ein letztes Mal ausgiebig die Arme nach oben.

Foto: Renaud alouche/ Wikipedia commons

 

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