Tools „Lateralus“ – Ein kurzer Guide zu einem Meisterwerk

„Lateralus“, das bekannteste Album der Progressive Metal-Band Tool erschien 2001 und hat seit dem kein bisschen von seinem Reiz verloren. 80 Minuten harter, nur schwer zugänglicher Musik, die nicht umsonst vom Rolling Stone als eines der besten Progressive Rock-Alben aller Zeiten eingestuft wurden.

Als die Prog Metal Band Tool letztes Jahr ihr neues Album „Fear Inoculum“ auf den Markt brachte, zierte sie die Titelblätter jeglicher Hard-Rock und Metal Zeitschriften. Vorher sah das jedoch ganz anders aus. Obwohl die vier Jungs aus LA um die Jahrtausendwende herum die harte Gitarrenmusik dominierten, war davon bis vor kurzem nicht mehr viel übrig. Seit 2006 ließ ein neues Album auf sich warten und während die Öffentlichkeit sie vergaß, verloren viele die Hoffnung.

Doch selbst, als Tool während ihrer 13-Jährigen, kreativen Pause immer weiter in die Obskurität abdrifteten, blieben sie für viele ihrer Fans unvergessen. Obsessiv beschäftigten diese sich mit dem, was es eben gab. Überall im Internet fanden sich Posts die klangen wie: „Seit ich zum ersten Mal Tool gehört habe, mag ich eigentlich nichts anderes mehr“ oder „Hilfe! Mein Freund hört nur noch eine einzige Band!“ Auf Facebook ist mir sogar jemand begegnet, der sich für seine Liebe zu Tool 80 Stunden auf dem Tätowierstuhl ausgesetzt hat. Heute ziert ein Abbild seines Lieblings-Albums seinen gesamten Rücken.

Facebook: Aaron Kochera

Wenn es eine Gruppe  schafft, eine solche Welle an Bewunderung mit sich zu ziehen, die sich auch nach über einem Jahrzehnt nicht legt, stellt sich schnell die zentrale Frage, was an ihr so besonders ist. Das lässt sich am besten an dem 2001 erschienenen, beliebtesten Werk der Band Aufzeigen:

Laut dem Rolling Stone ist es eines der besten Progressive Rock-Alben aller Zeiten und damit in der guten Gesellschaft von Pink Floyd, Rush, King Crimson und Konsorten. Ein 80-minütiges Meisterwerk, das musikalische Grenzen spielerisch verwischen lässt. Eine Materialschlacht aus pulsierenden Gitarrenklängen, enigmatischen Rhythmen und mystisch anmutendem Gesang, der sich im Bruchteil einer Sekunde zu einem Brüllen aufbäumen kann. Ein Gesamtwerk, das mit seiner unverwechselbaren Atmosphäre und beinahe organisch an- und abschwellenden Spannung den Eindruck erweckt, es handle sich um ein lebendiges, atmendes Wesen. All das schlummert unter dem Deckel einer CD-Hülle mit der Aufschrift: „Lateralus“.

Artwork:

Nicht, dass die genannte CD-Hülle weniger beeindruckend wäre, als das musikalische Werk selbst. Das Artwork stammt vom Künstler Alex Grey, der dafür bekannt ist, dass seine Kunst unter dem Einfluss psychedelischer Drogen entsteht.

Das Cover besteht aus vier durchsichtigen Schichten, die das innere des menschlichen Körpers darstellen. Sieht man genau hin, ist im Inneren der Hirnmasse das Wort „God“ versteckt. Entscheidet man sich das Album auf Vinyl zu erwerben, sind die vier Bilder auf je eine Seite des Doppelalbums gedruckt.

Jetzt wissen wir also ganz genau, was vorne drauf ist, aber was ist drin? Unten ist jeder der Songs auf „Lateralus“ kurz aufgeführt und beschrieben. Hier lässt sich das Werk in voller Länge auf Youtube hören und hier auf Spotify, obwohl CD oder Vinyl in diesem Fall natürlich unschlagbar sind. Das Ganze ist als ein kurzer Guide gedacht und ich hoffe, ich kann dabei helfen, die Musikalischen Schichten dieses Meisterwerks freizulegen.

The Grudge

Tool-Sänger Maynard James Keenan // Foto: Anetode

Bereits der erste Song trifft den Zuhörer mit geballter Kraft, schnellen Rhythmen und scheinbar willkürlicher Akzentuierung. Ob man auf die Worte hört oder nicht, man spürt den Hass und die Missgunst, von der Gesungen wird. Die aufgebaute Spannung findet schließlich in einem 30-sekündigen, markerschütternden Schrei des Sängers Maynard James Keenan ihren Höhepunkt.

Eon Blue Apocalypse/The Patient

„Eon Blue Apocalypse“ ist mit etwa einer Minute der kürzeste Track auf dem Album.  Leise und geheimnisvoll anmutend, nimmt er dem brutalen Ende des vorigen Songs gänzlich den Wind aus den Segeln. Das darauffolgende „The Patient“ beginnt mit einem sanfteb Gitarrenriff. Auf den ersten blick wirkt die Melodie simpel, bei genauerem Hinhören, fällt es jedoch schwer die Rhytmischen Muster auszumachen. Bevor der Zuhörer jedoch die Möglichkeit hat, sich von seiner hypnotischen Verwirrung zu lösen, schwillt der Song unvermittelt zu einem der härtesten und dissonantesten auf dem Album an. Da kann dem ein oder anderen schonmal schwindelig werden.

Mantra:

Der kurze Übergangstrack „Mantra“, beruhigt das klopfende Herz. Zu hören ist lediglich eine Art undefinierbares Rauschen, und ein sanftes Heulen, das an Walgesänge erinnert. Angeblich handelt es sich um das Schnurren der Katze Maynard James Keenans, auf halber Geschwindigkeit abgespielt.

Schism:

Ein Ausschnitt aus dem Musikvideo zu „Schism“ // Youtube: TOOL – Schism

Dieser Grammy-prämierte Track ist ohne Frage eines der Album-Highlights und gehört zu den bekanntesten Songs der Band. Den Anfang macht ein simples Bass-Riff, das für die meisten Fans von harter und progressiver Musik unverkennbar ist und sich thematisch durch den gesamten Song zieht. Die besondere Akzentuierung gibt dem Song immer eine klare Struktur. Das macht „Schism“ trotz sage und schreibe 47 Taktwechseln in weniger als sieben Minuten zu einem der zugänglichsten Tool Songs

Parabol/Parabola

Ein Ausschnitt aus dem „Parabola“-Musikvideo // Youtube: TOOL – Parabola

Das sanfte, mystische „Parabol“ fungiert, ähnlich wie „Mantra“ und „Eon Blue Apocalypse“, als ein Auffangnetz. Gleichzeitig ist es eine Prelude zum darauffolgenden „Parabola“, das dem Zuhörer von Anfang bis Ende mit unchristlicher Lautstärke und beinahe Grunge-artigen, schlampigen Gitarrenriffs das Hirn wegpustet.

Ticks and Leeches

Tool drummer Danny Carey // Foto: Vic Firth

„Ticks and Leeches“ ist purer Hass. Nicht mehr und nicht weniger. Schlagzeuger Danny Carey gibt diesem Song mit schnellen, komplizierten Rhythmen von Anfang an seinen ganz eigenen Charakter. Gemeinsam mit kreischenden Gitarrenklängen seitens Adam Jones bilden sie den perfekten Hintergrund für Keenans trommelfellzerfetzende Schreie. Alles zusammen wirkt mitreißenderweise aggressiv. Acht Minuten, um all den Parasiten, die einem je geschadet haben den Tod zu wünschen. „I HOPE YOU CHOKE!“

Lateralus

Der Titeltrack des Albums beginnt im Vergleich zu seinem Vorgänger recht versöhnlich. Auch hier dauert es jedoch nicht lange, bis er sich, wie eine Naturgewalt vor einem Aufbaut. „Spiral out“ singt Keenan auf hypnotische Art und Weise. Gemeint ist die sogenannte Goldene Spirale. Eine Mathematische Form, die sich überall in der Natur wiederfindet. Rhythmus, Silbenanzahl, Text und viele kleinere Details drehen sich um die Fibonacci-Zahlenfolge, die diese Spirale beschreibt.

Disposition.

Tool-Bassist Justin Chancellor // Foto: deep gosh

Eine ungewohnt klare Gitarre mischt sich mit beruhigendem Gesang und einem etwas Hohl klingenden Schlagzeug. Wüsste man nicht, welche Band man hier auf den Ohren hat, könnte fast der Eindruck eines Folksongs entstehen. Schnell genug ändert sich jedoch die Atmosphäre, als Gitarrist Jones in unkonventionellere Skalen abdriftet und Schlagzeuger Danny Carey etwas in Fahrt kommt. Der gewohnt mystische Ton, der sich durch das gesamte Album zieht, wird neu gebildet und bereitet den nachfolgenden Song „Reflection“ perfekt vor.

Reflection:

Mit diesem Elfminüter haben es Tool perfektioniert, mehrfach eine schier unerträgliche Spannung aufzubauen, um sie dann gleich wieder fallen zu lassen und von neuem zu beginnen. Über dreieinhalb Minuten ruhiger, fernöstlich anmutender Rhythmen dauert es, bevor Keenans sanfte Stimme aus weiter Ferne zu hören ist. Gemächlich manifestiert sich „Reflection“ im Gehör, wie ein Flaschengeist, der darauf wartet, dass sich der tausend Jahre alte Nebel um ihn löst.

Triad

Tool-Gitarrist Adam Jones // Foto: deep gosh

„Triad“ ist der einzige, rein instrumentelle Track auf „Lateralus“. Auf über sechs Minuten zeigt Adam Jones die geballte Macht seiner Gitarre. Kein unverzerrter Ton mischt sich in diesen metallischen Wirbelsturm. Die Band schwingt sich zu Härten und Lautstärken auf, die kaum möglich sein sollten, während immer neue Riffs die Oberfläche durchbrechen und an vorangegangene Songs erinnern. Der aufmerksame Tool-Fan kann hier so einiges wiederentdecken.

Faaip de Oiad

In diesem letzten „Song“ auf dem Album ist eine Radioübertragung aus dem Jahr 1997 zu hören. Ein Anrufer, der behauptet ein ehemaliger Mitarbeiter der geheimen Militärbasis „Area 51“ zu sein, stammelt panisch von Aliens aus anderen Dimensionen. Kurz danach bricht die Verbindung ab. Später soll der Mann zugegeben haben, es habe sich um einen Scherz gehandelt, aber um Tool Schlagzeuger Danny Carey zu zitieren: „We may never know“.

 

Photo Credit: Travis Shinn

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Herzkoma sagt:

    Erstmal Danke für deine ausführliche Antwort. Du hast bei mir immer Zeit, dich zu melden, wir sind ja nicht auf der Flucht 😉

    Es macht schon etwas schwindlig, wenn man sich die Unterscheidungen von Heavy Metal einmal vor Augen hält.

    Die „Deftones“ kannte ich bis jetzt nicht, Danke für den Hinweis. Hab mir aber was über youtube angehört.

    Ich denk, die „Deftones“ gehören unter die Oberschrift: „Alternative“ oder „Crossover“, reines Nu Metal sind sie bestimmt nicht, das wäre zu eng gefasst. Ich denk, sie haben einen völlig eigenen Stil entwickelt, der auch an Industrial erinnert durch die mechanischen Zwischentöne.

    Aber deine Frage hat mich eins gelehrt: Es ist scheißegal, wie man eine Band einordnet, wenn die Band gut ist und die Hörer in ihren Bann zieht. Was soll die Systematik und die Einordnung, wenn du wegfliegst durch die Musik? Hab ich gelernt durch dich. Danke!

    Alles ist Heavy Metal, der Rest ist egal .. LG Sven

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  2. Anita Stall sagt:

    Die Platte ist so schön!

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  3. Herzkoma sagt:

    PS: Bin schon überzeugt nach den ersten Songs. Die Stimme kommt etwa in einem Moment leise und harmonisch singend und kann doch dann härter und fordernd, aggressiv und mahnend werden, dass man sich an Curt Cobain erinnert fühlt. Später kommen noch Screams dazu, dass man fast umfällt vor Demut und sich an Core-Metal erinnert, etwa mal kurz an Papa Roach. Dann wieder leisere Töne, ein sanfter Wind weht. Später hört man Anlehnungen an Death Metal in treibendem Schlagzeug und nie gehörtem Gitarrenschreien ..

    Das Schlagzeug ist der absolute Hammer, klingt eben noch nach einer Soundmaschine und im nächsten Moment entspinnen sich komplizierte Schlagstockabfolgen, wo dir die Spucke wegbleibt, wo du dich auf den Boden legst und wieder an Gott glaubst.

    Die Gitarre ist immer echte Sahne, genial und originell und spielt auch mal akustisch wie auf „Wish you were here“ in einem gesamtes Lied, zwischendurch in leisen Passagen oder als stimmiger Abschluss in drei Tönen. Leise kommt hier immer neben laut. Die Abwechslung auch in der Geschwindigkeit und im Rhythmus bringt bringt das Blut des Hörers ständig zum Kochen. Die E-Gitarrenparts sind jedoch unerreicht.

    Auch die Bassarbeit hat ein großes Lob verdient, weil sie kongenial alle Instrumente in einen stets warmen Ton einbindet, obwohl ich dazu nicht viel sagen kann, weil ich mich mit der Bassgitarre nicht so auskenne, nur die Basswellen immer genieße, die hier auch eine treibende Kraft entfalten.

    Und eben beim Hören klingt es wieder etwas orientalisch, fast nach Led Zep in „Kaschmir“, aber ich spreche nur in Vergleichen, die weit hergeholt sind, weil ich nur ganz leichte Anlehnungen erkenne und eben irgendwie meine Empfindung in bildliche Worte binden muss.

    Die Band zitiert eine Menge an Musik, angefangen von Led Zep bis heute, aber sie kopiert niemals, sondern entwickelt einen völlig neuen und eigenen Sound. Sie entwickelt das Alte und Hergebrachte auf originelle Art weiter und bringt völlig neue Elemente ein, wie etwa den Wechsel von Rhythmus und Takt in einem einzigen Song.

    Das ist keine Musik für die Hörer von Mainstream oder die Hörer von Rap-Musik, die wohl auch ihre Berechtigung haben, aber hier falsch sind. Anspruchsvolle Hörer von Heavy Metal und Progressiv Metall aber werden hier einen Goldschatz ausgraben ..

    Eben kommt mit „Triad“ nochmal ein Gitarrenschmankerl mit genialem Schlagzeug von Amazon über meinen PC, das dann doch fast die Gabe zum Ohrwurm aufweist.

    Eigentlich wollt ich heute das Geschirr der Woche spülen, aber das Sitzenbleiben am PC hat sich gelohnt. Ich muss um 18 Uhr im Bett liegen, weil ich Frühschicht arbeite. Also erstmal gute Nacht ^^

    Dank an Felix Ferraris 🙂

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  4. Herzkoma sagt:

    Du solltest bei Amazon rezensieren, denn du hast eine große Leserschaft verdient. Dein Schreibstil ist sehr bildgewaltig und diffizil, du verfügst über die treffenden Worte und Vergleiche in einer kristallklaren und fein nuancierten Sprache. Fast hört man die Klänge aus deiner Beschreibung.

    Du empfiehlst Vinyl, was dich zudem Sympathisch macht, weil ich auch am liebsten Vinyl höre, doch leider sind die neuen Pressungen manchmal fehlerhaft. Zudem mag ich Werke, die schwer eingängig sind, weil man länger davon zehrt und immer was Neues entdeckt, je nach persönlicher Gestimmtheit und Aufmerksamkeit. Wenn sich etwa in einem Hit ein gesungener Satz hundertmal wiederholt, hat man zwar womöglich einen packenden Ohrwurm im Kopf, aber kann ihn irgendwann nicht mehr hören wie etwa „Erased“ von Paradise Lost, durch den die Band zwar allgemein bekannter wurde, aber kaum ihre sonstigen Werke, weil die Leute, die darauf abfahren eben das Tiefergehende in den ersten Werken nicht zu goutieren wissen, die Melancholie, die Friedhofsstimmung, das geniale Zusammenspiel der zwei Gitarren, wobei mir die heller gestimmte im Hintergrund besser gefällt, weil sie das Mystische der Band erst ausmacht meiner bescheidenen Meinung nach.

    Dein Tipp werd ich mir auf jeden Fall anhören und bei gefallen kaufen. Ich könnts auch runterladen, aber ich muss ein Werk besitzen und Downloads sind immer komprimiert, sind nicht vergleichbar mit der CD oder der Schallplatte. Außerdem sollte die Band auch für ihre Kunst, ihre Kreativität in vielen Stunden der Herstellung eines Meisterwerkes bezahlt bekommen. Künstler müssen von ihren Werken leben können, damit sie weitermachen ..

    Danke erstmal für deine Mühe und die Zeit, die du zum Schreiben geopfert hast. Zeit ist das kostbarste Gut und deshalb hab ich dir auch etwas an Zeit gewidmet im Gegenzug ..

    LG Sven 🙂

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    1. Felix Ferraris sagt:

      Hi Sven,

      ich glaube ich hab‘ noch nie ein so nettes Kompliment für meinen Schreibstil bekommen. Wenn ich an deinen Kommentar denke, muss ich immer noch jedes Mal lächeln. Umso mehr tut es mir leid, dass ich so lange zum Antworten gebraucht habe.

      Mit deinen Vergleichen zu Kurt Cobain und Nirvana hast du auf jeden Fall Recht. Tool sind zu einem ähnlichen Zeitpunkt aufgekommen (ich glaube die beiden Bands wurden sogar im gleichen Jahr gegründet) und je weiter man in Tools Diskografie zurückgeht, desto stärker sieht man die Parallelen.

      DIe Bassarbeit hat auf jeden Fall ein riesiges Lob verdient. Mit solchen Rhythmen mithalten zu können ist eine Kunst für sich. Tatsächlich mussten Tool ihren Ursprünglichen Bassisten Paul d’Amour in den 90ern ersetzen, weil er dem Schlagzeuger nicht gewachsen war.

      Auch mit Led Zeppelin hast du recht. Ich finde vor allem in den Vocals hört man immer wieder subtile Robert Plant anlehnungen. Aber ich glaube jede heutige Hard Rock/Metal Band würde lügen, wenn sie behauptete, sie hätte nicht ein bisschen was von Zeppelin.

      Wenn dir die Band gefällt würde ich dir nich Passenger von Deftones und Know Your Enemy von Rage Against The Machine empfehlen. Maynard James Keenan spielt in beiden eine große Rolle.

      Zuletzt nochmal vielen, vielen, vielen Dank für die langen Kommentare und netten Komplimente. Ich wollte mit diesem Text einen Zugang zu einer Art von Musik schaffen, die viele Leute vielleicht erstmal als „seltsam“ abtun. Ich hätte nicht gedacht, dass ich auf anhieb so eine Große Wirkung erziele.

      LG,
      Felix

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      1. Herzkoma sagt:

        Danke für die Tipps. Ich hab Lateratus schon erhalten und auch schon bei Amazon rezensiert. Mir haben die Töne und Geräusche bei Pink Floyd immer gefallen und auch solche Anspielungen findet man bei Tool. Die Band schlägt eine Brücke zwischen den Generationen, so etwa wie ich in meinen Gedichten versuche, Romantik und Neuzeit zu verbinden. Das Gute im Neuen fördern, das Das Gute im Alten erhalten. LG Sven

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      2. Herzkoma sagt:

        PS; Schade, dass du wenig Zeit hast, aber auch gut für dich, weil du dann nicht in deinem Job auf Kurzarbeit gesetzt wurdest.

        „Rage Against The Machine“ gehört zum Besten was es gibt.

        Ich hätt mich gern öfters mit dir als Musikkenner ausgetauscht. Hab grad ein Problem mit „Amon Amarth“, die sich als Death Metal-Band darstellen, aber meiner Meinung nach bestenfalls Black Metal bringen.

        Hab zwei Songs auf mein Blog gebracht und das Gefühl, dass ich alles, was die Gitarre spielt, schonmal gehört habe.

        LG Sven

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      3. Felix Ferraris sagt:

        Hi!

        Sorry, dass ich mich jetzt erst melde. Kurz vorweg: Was Metal angeht, bin ich vor allem im Prog-, Nu- und klassischem Heavy Metal unterwegs. Gelegentlich auch Death-, Industrial-, und Powermetal, aber nicht ganz so viel.

        Darüber, ob Amon Amarth Deathmetal ist lässt sich wirklich streiten. Immerhin ist ihr stil ja auch wesentlich ruhiger, als der von Arch Enemy und anderen größen des Genres. Was Blackmetal angeht, bin ich alles andere als ein kenner. Alles, was ich dazu sagen kann ist, dass das wenige, was ich gehört habe wesentlich athmosphärischer ist, als Amon Amarth.

        Zur Gitarrenarbeit kann ich dir nur teilweise zustimmen. Die Rhythmusgitarren sind auf jeden Fall extrem eintönig, aber das ein oder andere solo der Band finde ich trotzdem echt gut (z.B. The Berserker at Stamford Bridge), wenn auch etwas etwas simpel. Mit Gitarrenharmonien kriegt man mich eben immer ^^ Die Vocals von Amon Amarth höre ich mir auch echt gerne an.

        Vielleicht kannst du mir ja mit einem ähnlichen Problem weiterhelfen, dass ich mit Deftones habe.Ich höre die Band seit ca. zwei Jahren und habe sie auch schon live gesehen, aber ich hab‘ bis heute keine Ahnung, wie ich sie einordnen soll. Der allgemeine Konsens scheint Nu Metal zu sein, aber ich kenne auch keine andere Nu Metal-Band, die im entferntesten so klingt. Am meisten gemeinsam haben sie mit Tool, aber da wo es bei Tool progressiv wird, wird es bei Deftones atmosphärisch. Und wo bei Tool die Gitarre lauter wird, gehen bei Deftones eher die Vocals in den Vordergrund.

        Würde mich wirklich interessieren, was du darüber denkst.

        In dem Sinne,
        LG, Felix

        Gefällt 1 Person

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